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Warum Prognosen sich erfüllen und doch daneben gehen...

Liebe Leserin, lieber Leser,

an der Börse ein Querdenker zu sein, kann zuweilen ziemlich anstrengen – in diesem Jahr ist es mal wieder so weit. Der Grund ist so einfach wie paradox: Man kann mit seinen Prognosen für die Aktienmärkte gleichzeitig richtig und falsch liegen. Wie soll das gehen?, werden Sie nun fragen. 

Lassen Sie mich kurz an die Aussichten für 2018 erinnern, die wir zu Beginn des Jahres präsentiert haben. Wir gingen davon aus, dass die weltweiten Aktienmärkte nach dem starken Jahr 2017 zunächst etwas schwächeln würden, um dann in einer finalen Aufwärtswelle bis 2019 nach oben zu streben. Für den DAX, den Anleger hierzulande im Blick haben, prognostizierten wir in diesem Zuge einen Indexstand zwischen 14.000 und 15.000 Punkten.

Wo lagen wir nun richtig? Die globalenAktienmärkte, allen voran die USA, folgten genau diesem Skript: Nach einer sechs-monatigen Schwächelei erreichte der marktbreite S&P 500 neue Allzeithochs und hat inklusive Dividenden bis Ende September in Euro 7,5 % zugelegt. Auch der Weltaktienmarkt, in dem die Vereinigten Staaten eine wichtige Rolle einnehmen, strebte nach oben, weil Europa-Aktien darin nur die zweite Geige spielen. 

Damit kommen wir zu dem Punkt, wo wir bislang falsch lagen: Die europäischen Aktienmärkte treten seit Jahresanfang auf der Stelle. Als besondere Enttäuschung entpuppte sich der DAX. Die erste Reihe des deutschen Aktienmarkts verbuchte sogar ein Minus von gut 4 %, während mittelgroße deutschen Unternehmen im Schnitt bislang bei null herauskommen. 

Welche Gründe diese Entwicklung hat und welche Perspektiven wir sehen, lesen Sie weiter unten bzw. auf der nächsten Seite. So viel sei schon hier verraten: Die Anleihemärkte in den USA sind ziemlich überkauft und deutsche Aktien aus Sicht der Amerikaner so günstig wie schon lange nicht mehr. Wenn der Euro wieder steigt, sollte das auch Käufer anlocken.

Noch ein Wort in eigener Sache: Die von uns verfolgte Wachstumsstrategie ist auf einem guten Weg. Wir stehen derzeit in Verhandlungen, um das Kompetenzteam bei Albrech & Cie. in Kürze zu erweitern. Mehr dazu im nächsten Querdenker...

Ihr Stephan Albrech