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Gold: Die Mehrheit der Anleger irrt gewaltig!

Schon wieder wird für Gold das Totenglöcklein gelautet: Nur noch 27 Prozent der Anleger glauben an höhere Kurse - das sind weniger als bei den Tiefs mit 1.060 und 1.140 Dollar in den Jahren 2016 und 2017. Wir halten dagegen und sagen: Die Mehrheit irrt sich gewaltig! Wer etliche Jahre an den Finanzmärkten zugebracht hat, weiß: An den Tiefpunkten oder in deren Nähe sind die meisten Anleger nie positiv, sondern überwiegend negativ gestimmt. So auch dieses Mal: Nachdem Gold die vielbeschworene Marke von 1.290 Dollar gerissen und damit einen Aufwartstrend beendet hatte, wurden immer mehr Anleger nervöser. "Ausverkauf bei Gold", hieß es bald von vielen Seiten, begleitet von "Wie tief kann Gold jetzt noch noch fallen?" und "Diese Preismarken müssen halten, sonst. .. " Beim bisherigen Tief von 1.210 Dollar hatten sich die Goldfreunde ziemlich rar gemacht: Laut sentimentrader.com, einem Portal, das die Stimmung der Marktteilnehmer abbildet, war nur noch ein Viertel positiv für Gold gestimmt. Nahe dem Hoch bei 1.340 Dollar waren es fast 70 Prozent!

Zu behaupten, die Mehrheit liege falsch, nur weil sie die Mehrheit sei, greift natürlich zu kurz. Deshalb liefern wir hier einige Argumente:
1. Als in den letzten Jahren die Mehrheit der Investoren laut sentimentrader.com keinen Pfifferling auf Gold gab - das war Ende 2015, 2016 und 2017 der Fall - ,

stieg der Goldpreis in den Monaten danach erst um 25, dann um 20 und

später um 10 %.

2. Die Goldproduzenten sichern sich so wenig gegen fallende Kurse ab wie bei den Preistiefs Ende 2016 und Ende 2017. Wie erwähnt, kam es danach zu Kursanstiegen von bis zu 25 Prozent. Da diese Marktteilnehmer genau um ihr Geschäft wissen, ist zu erwarten, dass der Spielraum nach unten begrenzt ist.

Unser Fazit: Wer Gold bereits im Depot hat, sollte sich von dieser negativen Stimmung nicht anstecken lassen. Und wer (zu)kaufen will, ist mit dem aktuellen Niveau ziemlich gut bedient.